4. September
Was ist eine Reise nach Schottland wert, ohne Loch Ness zu besuchen und zu versuchen, in dem See das Ungeheuer zu entdecken? -- Nichts. Wir also hin.
In dem Ort Drumnadrochit gibt es das "Loch Ness Centre", das Zentrum des Nessie - Tourismus. Nebst einiger Soveniershops mit allerlei Artikeln rund um Nessie und rund um den Whisky gibt es das Besucherzentrum selbst.
In diesem ehemaligen Hotel kann man in einer wirklich gut gemachten Multimedia-Show viel über die Geschichte rund um Nessie erfahren. In mehreren Räumen werden die Sagen, die zur Legendenbildung beitrugen, erklärt, sowie die wissenschaftlichen Versuche, Nessie zu beweisen oder zu widerlegen.
Nacher ist man aber über die Tatsache, ob Nessie wirklich existiert, oder eben nicht, auch nicht klüger. Das wird nämlich offen gelassen.
Übrigens, wer die App runterläd und daran denkt, Kopfhörer mitzunehmen, kann die Tour auf Deutsch übersetzt verfolgen.
Übernachtet haben wir auf einem Stellplatz in dem kleinen Ort Balintore mit herrlichem Blick aufs Meer.
5. September
Heute besuchten wir das Dunrobin Castle. Es ist der Stammsitz des Clan Sutherland. Es hat 189 Zimmer und ist somit das größte Schloss in den nordlichen Highlands.
Durch die Highlands fuhren wir weiter an die nördliche Spitze Schottlands.
In dem Ort John o' Groats übernachteten wir auf dem Campingplatz. Wieder hatten wir einen schönen Platz mit Blick auf das Meer ergattert.
Am Nachmittag wanderten wir acht Kilometer zum Duncansby Head Lighthouse und zu den Duncansby Stacks.
6. September
Eva fotografierte am nächsten Morgen den Sonnenaufgang.
Den ersten Stopp legten wir am Dunnet Head Viewpoint ein. Die Straße dorthin ist meist einspurig, in regelmäßigen Abständen gibt es Ausweichmöglichkeiten, damit der Gegenverkehr passieren kann. Und das funktioniert super. Man wartet auf den Gegenverkehr, oder wird von ihm durchgelassen, und jedes Mal grüßt man sich höflich. Überhaupt fahren die Leute hier sehr defensiv. Es wird viel Abstand gehalten und nur überholt, wenn es wirklich geht. Und man hält sehr viel Abstand zu Fußgängern und Radfahrern. Mittlerweile ist auch das Linksfahren für Christoph ok. Zu Anfang hat es sich so angefühlt wie die ersten Fahrten direkt nach der Führerscheinprüfung. Nun wird's immer mehr zur Routine.
Aber wir schweifen ab.
Der Dunnet Head Viewpoint ist der nördlichste Punkt Festland-Schottlands. Dort gibt es einen Leuchtturm und einen schönen Blick auf die Orkney-Inseln.
Anschließend sahen wir uns Thurso an, fanden die Stadt aber nicht besonders sehenswert. Deshalb gibt's nur ein Bild.
Weiter fuhren wir durch den einsamen Norden Schottlands.
Übernachtet haben wir in Tongue auf einem Campingplatz im Nichts.
7. September
Heute war der bisher schönste Tag. Wir fuhren auf der A838 von Tongue in Richting Ullapool. Die Route verläuft durch die einsamen schottischen Highlands. Viele Kilometer ist die Straße nur einspurig, zum Ausweihen gibt es Passing Places. Die Landschaft hier ist wirklich malerisch. Hier sind unsere schönsten Bilder.
An diesem Strand bei Rispond machten wir halt.
Smoo Cave ist eine Meeres- und Süßwasserhöhle östlich von Durness in der Grafschaft Sutherland an der Nordküste der schottischen Highlands.
Der bislang schönste Campingplatz der Reise war die Shore Caravan Site. Wir standen fast im Meer, als die Flut kam.
8. September
Während des Abends ging nicht nur fast die DFB-Fußball-Welt unter (immerhin noch 3:1 gegen Nordirland), sondern auch die Welt in Achmelvich. Es goss in Strömen, stundenlang.
Nun ja, das Wetter besserte sich zum Morgen gaanz leicht...
Nach dem Frühstück gingen wir noch zum Strand, und danach zu noch einem Strand.
Dieser Ort wird uns für immer im Gedächtnis bleiben, es war wie im Paradies!
Hier der Link zum Campingplatz:
Shore Caravan Site
Das Buchen über die Website funktionierte (Stand: 2025) nicht richtig, wir haben angerufen, um zu reservieren.
Absoluter Tipp von uns. Schönes Wetter garantieren wir natürlich nicht.
Verlassen haben wir Achmelvich über dieselbe einspurige Straße, über die wir gestern auch hergefahren sind. Mit dem Unterschied, dass uns heute 5 Autos (kein Problem), aber auch 3 Wohnmobile entgegenkamen. Einmal fuhr ich zurück, ein anderes mal das Wohnmobil, dass uns entgegen kam. Das 3. Wohnmobil musste sowieso schon auf das 2. Wohnmobil warten... Ein Abenteuer!
Halt machten wir in dem Ort Ullapool, der mit 1.500 Einwohnern ein großer Ort in den dünn besiedelten nordwestlichen Highlands ist.
Weiter fuhren wir heute bis in den Ort Gairloch.
In Gairloch angekommen, legten wir die Füße hoch.
9. September
Auch die heutige Etappe führte über enge, einspurige Straßen.
Eilean Donan Castle ist eine Burg in der Nähe des kleinen Ortes Dornie. Nachdem sie 1719 zerstört wurde, wurde sie zwischen 1920 und 1932 wiederaufgebaut.
Die Burg war Drehort unter anderem in dem Film Highlander – Es kann nur einen geben und dem James-Bond-Film Die Welt ist nicht genug.
Wir besuchten die Burg, leider durfte man innen nicht fotografieren.
Am Abend fuhren wir mit den Rädern noch einmal zur Burg, mittlerweile war fast Hochwasser, so dass das Castle nun von Wasser umgeben war.
10. September
Nun verließen wir das "Festland" und fuhren auf die Isle of Skye. Über die Brücke über das Loch Alsh gelangt man auf die Insel.
Den Hauptort Portree wollten wir uns ansehen. Über den Parkplatz dort lasen wir, dass die Motorhome-Plätze oft von PKWs zugeparkt werden. Wenn man aber mit dem Womo auf PKW-Plätzen parkt (und sogar 2 Parkscheine zieht), bekommt man ein 100-£-Ticket.
Und genau so war es. Kein Motorhome-Platz frei, da teilweise PKWs dort parkten, aber weiter hinten jede Menge freie PKW-Parkplätze. Wir beschlossen, erstmal im Supermarkt einkaufen zu gehen. Als wir danach wieder an dem Parkplatz vorbeifuhren, sahen wir, dass ein Wohnmobil aufgeschrieben wurde. So beschlossen wir, Portree links liegen zu lassen.
Mehr als die Häuserzeile auf dem Bild hätte es sowieso nicht zu sehen gegeben, und so freuten wir uns über die gesparten 100 £.
Old Man Storr ist die längliche Felsformation, die man auf dem Bild etwas links der Mitte erkennt. Die Wanderung dorthin ist sehr überlaufen, wir fuhren an dem großen Parkplatz vorbei, der komplett voll war. Eigentlich wollte wir dorthin wandern.
Übrigens: In Schottland bedeuten zwei gelbe Linien am Fahrbahnrand absolutes Halteverbot. Macht Sinn an dieser Stelle.
Wir fuhren bis in den Ort Staffin und machten dort eine Ersatzwanderung. Begegnet sind wir hier niemandem.
Letzte Aktualisierung: 21.09.2025
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