Etoscha National Park

13.-16.09.2006


Eines der Highlights Namibias ist ohne Zweifel der Etoscha Nationalpark. Tiere, die wir hier in Europa nur im Zoo sehen können, standen im Etoscha an manchen Stellen etwa 20 bis 30 Meter von unserem Auto entfernt -- ohne Zaun oder Gitter dazwischen.


Am Nachmittag des 13.09. fuhren wir 405 Kilometer vom Waterberg zu Mokuti Lodge. Diese Lodge liegt am östlichen Eingang (Von Lindequist Gate) des Etoscha Nationalparks. Die private Athmosphäre der Waterberg Wilderness Lodge fanden wir hier nicht vor. Mit 106 Zimmern konnten wir dies aber auch nicht erwarten. Das Büffet war ok, aber schon recht abgegrast, als wir zum Abendessen kamen. Unser Zimmer war sehr schön, hier gab es nichts zu beanstanden.


Tipp Tipp:

Die Mokuti Lodge ist sauber, die Zimmer sind schön eingerichtet. Der Betrieb ist aber auf Massentourismus ausgelegt. Von Vorteil ist, dass die Lodge direkt am Eingang zum Park liegt. Empfehenswert, aber kein Highlight.


14.09.2006


Giraffe

Am nächsten Morgen fuhren wir in den Park. In Namutoni, einer ehemaligen deutschen Polizei- und Militärstation, die etwa 10 Kilometer vom Von Lindequist Gate entfernt liegt, bezahlten wir die Eintrittsgebühr. Zusätzlich kauften wir eine Broschüre über den Park, die eine Landkarte enthält, sowie Zeichnungen der verschiedenen Tiere, um diese identifizieren zu können. Die größte Chance, Tiere zu sehen, ist an den Wasserlöchern. So fährt man also von Wasserloch zu Wasserloch und wartet, was passiert.


Cape fox

Und es passiert eine Menge -- wir haben allein aus dem Etoscha Nationalpark knapp 600 Fotos mitgebracht. Da fällt die Auswahl sehr schwer, hier unsere schönsten Fotos dieser faszinierenden Welt...


Das erste Wasserloch

Schon an dem ersten Wasserloch, an dem wir anhielten, gab es eine Vielzahl verschiedener Tiere zu sehen. Die Tiere mit den langen, geraden Hörnern sind Gemsböcke, die auch Oryx genannt werden. Ganz rechts im Bild steht ein Strauß (Ostrich), links daneben und unterhalb der Giraffe Streifengnus.


Die Weite des Parks ist beachtlich, die Größe des Etoscha Nationalparks entspricht in etwa der Größe Hessens. An diesem Tag fuhren wir etwa 300 Kilometer.

Auf dem Bild links sieht man einige Zebras und Springböcke.

Weite


Kuduweibchen

Springböcke


Giraffe

Warzenschweine


Fressen und gefressen werden

Auch solche Szenen lassen sich im Etoscha beobachten. Ein Schackal machte sich an einem toten Gnu zu schaffen. Man konnte sehen, wie er wieder und wieder Fleischstücke aus dem toten Körper riss. Außerdem vertrieb er zwischendurch die Geier, die ebenfalls Hunger hatten.
Nicht sehr appetitlich, aber so ist es halt...


Giraffen, Zebras und ein Springbock

Kudus


Jetzt waren wir schon etwa sechs Stunden unterwegs. Und langsam machte sich Enttäuschung breit. Zwar hatten wir schon viele Tiere gesehen, aber immer noch keinen einzigen Elefanten.


Endlich: Elefanten

Das änderte sich schlagartig. Auf dem Weg zurück von einem Wasserloch zur Hauptstraße, links und rechts standen viele Bäume, sah Christoph im Rückspiegel auf einmal eine kleine Elefantenherde, die die Straße überquerte. Es folgte eine hektische Vollbremsung. Eva wusste erst gar nicht, was los war...


Giraffe

Giraffen


Der Bann war gebrochen. An einer weiteren Stelle, etwas abseits der Straße, standen wieder einige Elefanten.


Ein Elefant

Elefanten


An einem weiteren Wasserloch kühlte sich dieser Elefant mit Schlamm.


Kühlung mit Schlamm

Abgekühlt


Zebras

Strauß


Die Etoschapfanne

Die Etoschapfanne ist der Boden eines riesigen Binnensees, der vor etwa 12 Millionen Jahren ausgetrocknet ist. Sie erstreckt sich über eine Fläche von 5.000 qkm, ist 129 km breit und misst in der Nord-Südausdehnung ca. 70 km. Die Etoschapfanne ist Teil des Etoscha Nationalparks.


Leopard

Am Abend dieses Tages gelang uns noch dieser Schnappschuss. Ein Leopard lag faul auf der Straße. Erst, nachdem etwa drei Autos angehalten hatten, wurde es ihm zu unruhig und er trottete langsam davon. Wir haben lange überlegt, ob es sich um einen Leoparden oder einen Geparden handelt, sind aber nun der Meinung, dass es ein Leopard war.


Das Muster im Fell und die Proportion der Größe des Kopfes zum Körper deuten darauf hin.


Okaukuejo Resort

Okaukuejo Resort

Kurz vor Sonnenuntergang trafen wir im Okaukuejo Resort ein. Das Okaukuejo Resort ist ein staatlich geführter Betrieb. Es gibt ein Wasserloch direkt am Resort, an dem man auch nach dem Sonnenuntergang noch Tiere beobachten kann, da es angestrahlt wird.


Okaukuejo

Wir hatten Gott sei Dank kurz vor unserer Namibiareise noch von einem Bungalow zu einem "Luxury" Bungalow umgebucht (Mit anderen Worten: Wir möchten nicht wissen, wie die anderen Zimmer ausgesehen haben). In unserem Luxury Bungalow war es recht dreckig, in der ersten Nacht zogen wir in das zweite Zimmer um, da im ersten Zimmer irgendwelches Getier, wahrscheinlich Mäuse, herumkrochen.
Das Essen war durchschnittlich (es gab an beiden Abenden dasselbe), das Personal nicht besonders freundlich.


Unsere Meinung: Wenn man im Park übernachten will, ist das Okaukuejo Resort eine der Möglichkeiten. Die anderen Lodges kennen wir nicht und wissen daher auch nicht, ob sie besser sind.


15.09.2006


Zwei kämpfende Oryx

Am nächsten Morgen machten wir uns auf zu unserem zweiten Steifzug durch den Park.
Auch an diesem Tag fuhren wir etwa 300 Kilometer. Die Entfernungen sind einfach riesig.


Erdhörnchen

Springböcke


Zebras(treifen)

Tiere haben natürlich Vorfahrt im Etoscha. Die Geschwindigkeit ist auf 60 km/h begrenzt, daran sollte man sich auch halten. Es kann immer passieren, dass plötzlich ein Zebra, Springbock oder ein anderes Tier auf die Straße rennt.
So nah, wie hier im Park, kamen die Tierem sonst übrigens nicht an die Autos heran. In den anderen Game Parks waren die Tiere wesentlich scheuer.


Auch das Aussteigen aus dem Fahrzeug ist verboten. So mancher Tourist ist hier schon angeknabbert worden.


Zebras

Cape crow


Springböcke und Zebras am Wasserloch

Kudumännchen und ein Steinbock


Strauß mit Nachwuchs

Straußenküken


Rotbauchwürger

Zebras am Wasserloch


zwei Schildraben

Springböcke


Wir verbrachten noch eine weitere Nacht im Okaukuejo Resort (diesmal ohne Mäuse).


Letzte Aktualisierung: 06.06.2019

 

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