Sossusvlei

23.09.2006


Sossusvlei

Einer der Höhepunkte einer Namibiareise ist der Besuch von Sossusvlei. Die orangen Dünen unter blauem Himmel inmitten der grünen und gelben Vegetation des Tsauchab Trockenflusses sind einzigartig.
Nachdem man eine Düne erklommen hat, ist die Aussicht atemberaubend.


Düne

Die Namib Naukluft Lodge liegt etwa 70 Kilometer vom Parkeingang hinter Sesriem entfernt. Von dort sind es nochmal 70 Kilometer bis zum Ende des Tales, dem Soussusvlei.
Wir entschlossen uns, auf eigene Faust zu fahren, und uns nicht der von der Lodge angebotenen Tour anzuschließen, aber dennoch genauso früh loszufahren.
Und das hieß: 4:45 Uhr Wecken. Es gab ein kleines Frühstück in der Lodge, für Selbstfahrer bietet die Lodge ein reichhaltiges Lunchpaket mit Getränken und belegten Broten an (das auch für eine ganze Familie gereicht hätte).


Düne

Los ging es um 5:30 Uhr. Über die stockdunkle Schotterpiste jagten wir teilweise mit 100 dem Bus der Lodge hinterher, der uns dann aber doch abhängte. Um ca. halb acht waren wir am Gate des Parks und kauften den Permit.
Man liest oft in den verschiedenen Foren im Internet, dass man erst ab Sonnenaufgang in den Park fahren darf. Als wir den Eingang passierten, lasen wir auf der Uhr, die die morgendliche Öffnungszeit anzeigt, dass der Park schon seit halb sechs geöffnet war und ärgerten uns, dass wir so "spät" losgefahren sind.


Die schönsten Schattenspiele auf den Dünen hat man natürlich, wenn die Sonne noch sehr schräg auf die Landschaft strahlt. Daher sollte man sich vorher am Besten nochmal erkundigen, wann der Park denn wirklich öffnet.


Düne

Düne


Düne 45

Eine der Dünen, die zum Besteigen freigegeben ist, ist die "Düne 45". Sie heißt Düne 45, da sie am fünfundvierzigsten Kilometer der Straße zum Sossusvlei liegt.
Entlang des Kamms läuft man die Düne hinauf. Ein wenig beschwerlich ist der Aufstieg schon, da man mit jedem Schritt ein wenig in den Sand einsackt und so einen Schritt vor und einen Achtel-Schritt wieder zurückgeht. Man sollte also auf jeden Fall eine Flasche Wasser mitnehmen.


Belohnt für die Mühe wird man mit Eindrücken, die die folgenden Bilder zeigen:


Auf der Düne 45

Auf der Düne 45


Eva beim Aufstieg...

... und beim Abstieg

Düne 45


Düne

Nach diesem ersten Eindruck fuhren wir weiter zum Parkplatz vor den Kameldornbäumen. Hier ist für normale PKWs ohne Allradantrieb Schluss. Die restlichen fünf Kilometer bis zum Sossusvlei führen durch tiefen Sand.
Zum ersten Mal aktivierten wir also den 4x4-Antrieb unseres Geländewagens.


Christoph war zuvor noch nie durch tiefen Sand gefahren und zugegebenermaßen ein wenig aufgeregt, und zwar darüber, ob er sich die Blöße geben wird, steckenzubleiben oder nicht.

Mit 3.000 Umdrehungen im ersten Gang ging's los. Mit Tempo 15 bis 20 km/h quälte sich das Auto durch den Sand. Bloß nicht anhalten, dachte sich Christoph, doch vor uns tat sich das erste Hindernis auf. Ein anderes Fahrzeug hatte sich in den Sand eingegraben. Wir konnten an einer Stelle stoppen, an der der Untergrund recht fest war. Glück gehabt.

Der Wagen vor uns stand mit der Hinterachse auf dem Sand. Nachdem wir den Wagen etwas freigegraben und die Fußmatten unter die Vorderräder gelegt hatten, schoben wir mit einigen Leute das Auto rückwärts aus dem selbstgegrabenen Loch.

Auf dem Rückweg haben wir einige Fotos von der Piste gemacht, sie folgen weiter unten.


Düne am Sossusvlei

Wir kamen ohne uns festzufahren auf dem letzten Parkplatz des Tales an. Die Düne auf dem Foto rechts galt es zu erklimmen.
Das Jahr 2006 war ein sehr regenreiches Jahr in Namibia. Daher stand in einigen der Seen noch etwas Wasser.


Sossusvlei

Düne am Sossusvlei


Aufstieg

Diese Düne war noch höher als die Düne 45, die wir zuvor bestiegen haben. Wie bereits erwähnt, läuft man entlang des Kamms der Düne. Das Gefälle links und rechts des Kamms dürfte etwa 30 Grad betragen. Trotzdem ist es absolut ungefährlich, auf die Dünen zu klettern.


Blick auf den Sossusvlei

Sollte man das Gleichgewicht verlieren und abstürzen, so landet man im weichen Sand. Streckt man nun Arme und Beine aus, sollte man sich nach einigen Metern abgefangen haben. Das einzige, was einen solchen Sturz höchstwahrscheinlich nicht überlebt, ist die Fotokamera. Diese wird danach komplett versandet sein.


Sossusvlei

Sossusvlei


Sossusvlei

Sossusvlei


Eva

Christoph


Sossusvlei

Sossusvlei


An dieser Stelle beenden wir die Sossusvlei-Bilderflut, die wir noch einige Meter hätten fortsetzen können ;-)


Sandpiste

Auch auf dem Rückweg fuhren wir uns nicht im Sand fest. Christoph, und das Auto wahrscheinlich auch, waren dennoch froh, als sie wieder festen Boden unter den Rädern hatten.

Eva hatte reichlich Mühe, während der Fahrt die Kamera geradezuhalten.


Sandpiste

Sandpiste


Auf dem Rückweg hielten wir noch einmal an der Düne 45. Der Touristenandrang des Vormittages hatte sich gelegt, nun waren wir die Einzigen dort.


Düne 45

Düne 45


Sonnenuntergang an der Namib Naukluft Lodge

Am Abend dieses erlebnisreichen Tages genossen wir den Sonnenuntergang von der Terrasse unseres Zimmers in der Namib Naukluft Lodge.


Letzte Aktualisierung: 25.06.2022

 

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