Neuseeland

17.1. bis 22.2.2004


Am 17.1.2004 ging es los. Düsseldorf - Frankfurt - Los Angeles - Auckland - Christchurch -- eine wirkliche Weltreise.


Lake Tekapo

36 Stunden später waren wir endlich am Ziel. Christoph brauchte seine Analoguhr nicht umstellen, die Zeitverschiebung betrug 12 Stunden.

Aber der Reihe nach. Die Vorbereitungen für unsere Traumreise fingen bereits etwa ein Jahr vorher an. Wir wollten auf jeden Fall mit dem Wohnmobil unterwegs sein, da uns als Hobbyfotografen geführte Busreisen mit 10-Minuten-Fotostopps ziemlich fernliegen.


Außerdem war uns wichtig, an schönen Stellen auch mal einen Tag länger bleiben zu können. (Naja, wenn wir dies immer gemacht hätten, wären wir wahrscheinlich heute noch nicht wieder hier.)


Tongariro

Gebucht haben wir bei Explorer Reisen, wirklich sehr zu empfehlen. Wir wurden sehr gut beraten, mit den Flügen hat alles geklappt, und auch mit dem WoMo gab es keinerlei Probleme.

Apropos WoMo. Unsere Wohnmobil haben wir bei Kea Campers ausgeliehen.


Als wir den Wagen bekamen, war er absolut sauber (im Gegensatz zur Abgabe!), noch sehr neu und machte einen wirklich guten Eindruck. Auch die Rückgabe verlief reibungslos.

Gestartet sind wir in Christchurch auf der Südinsel. Denn bei einer Tour durch Neuseeland von Süd nach Nord wird es immer wärmer (so war es dann auch).
Die ersten zwei Wochen haben wir auf der Südinsel verbracht, die beiden letzen Wochen auf der Nordinsel. Auf zur ersten Woche in Neuseeland.


Die 1. Woche

Die Highlights der ersten Woche:





Christchurch

20.01.2004


Nachdem wir in Christchurch gelandet waren, haben wir unser Wohnmobil in Empfang genommen. Dazu riefen wir am Flughafen bei Kea Campers an, kaum 10 Minuten später wurden wir abgeholt. Nach der Erklärung der wichtigsten Funktionen des Autos (auf deutsch! -- nach 36 Stunden Flug kam es uns sehr gelegen, uns jetzt nicht noch auf Englisch konzentrieren zu müssen), fuhren wir gleich auf den nächsten Campingplatz.


Cathedral Square

Da wir erst 15 Uhr hatten und dem Jetlag keine Chance geben wollten, beschlossen wir, mit dem Linienbus ins Zentrum von Christchurch zu fahren. In Neuseeland bedankt man sich übrigens beim Fahrer, wenn man den Bus verläßt!


Kathedrale

Etwas mehr als eine Stunde haben wir ausgehalten, dann fuhren wir wieder zurück. Vor Müdigkeit sind wir wie ferngesteuert durch die Stadt gelaufen. Wie durch ein Wunder wurden wir nicht durch ein von rechts kommendes Auto überfahren.

Christchurch ist die größte Stadt der Südinsel mit etwa 300.000 Einwohnern. Sie errinnert sehr an eine typische englische Universitätsstadt.


Die 'Eistüte'

Ein typisches Haus in Christchurch


Arts Centre

Arts Centre


Arts Centre

Die Tram


Botanic Gardens

Botanic Gardens


Botanic Gardens

Botanic Gardens


Botanic Gardens

Botanic Gardens


Banks Peninsula

Lohnend fanden wir einen Ausflug zur Christchurch Gondola, etwas außerhalb gelegen. Mit einer Seilbahn fährt man auf den 945m hohen Gipfel des Mount Cavendish. Oben hat man eine wunderschöne Aussicht auf Christchurch, die Canterbury Plains, die Banks Peninsula und die Neuseeländischen Alpen.


Banks Peninsula

Banks Peninsula


Christchurch

Christchurch Gondola


Lake Tekapo

21.01.2004


Bei trübem Wetter verließen wir Christchurch in Richtung Lake Tekapo. Zunächst mußten wir uns an den Linksverkehr gewöhnen. Rechts im großen Bogen abzubiegen ist für einen 'Rechtsfahrer' am Anfang gar nicht so einfach.

Auf dem Weg dorthin hatten wir einen sehr schönen Blick auf die neuseeländischen Alpen.


Die neuseeländischen Alpen

Die neuseeländischen Alpen


Zum Lake Tekapo

Nachdem wir die Passhöhe hinter uns gelassen hatten, waren wir die Wolken los. Es war faszinierend anzusehen, wie sie die Berge nicht überwinden konnten.

Die 85 auf dem Bild links bedeutet übrigens, daß man die nachfolgende Kurve bequem passieren kann, wenn man nicht schneller als 85 km/h fährt.


Lake Tekapo

Der 83 Quadratkilometer große Lake Tekapo liegt auf einer Höhe von etwa 700m über dem Meeresspiegel. Der Ort hat den Ruf, die klarste Luft auf der Südhalbkugel zu haben. Bei gutem Wetter kann man aufgrund der scharfen Umrisse und der leuchtenden Farben sehr gut fotografieren.


Lake Tekapo

Auffällig am Lake Tekapo ist seine Farbe. Durch mikroskopisch kleine Felspartikel, die in dem Gletscherwasser schwimmen, leuchtet der See türkis.


Lake Tekapo

Lake Tekapo


Lake Tekapo

Lake Tekapo


Lake Tekapo

Sehr gelohnt hat sich die Wanderung zum Mount John Lookout. Der Weg beginnt gleich hinter dem Motor Camp. Man geht etwa 10km in drei Stunden (hin- und zurück). Der Anstieg beträgt ca. 300m. Nachdem man einen Lärchenwald durchquert hat führt der Rundwanderweg um den Gipfel des Mount John. Auf dem Berg befindet sich eine Sternwarte.


Mount John Wanderweg

Mount John Wanderweg


Mount John Wanderweg

Mount John Wanderweg


Motor Camp am Lake Tekapo

Irgendwo dort unten stand unser Camper.


Mount Cook

22.01.2004


Vom Lake Tekapo ging es weiter zum Mount Cook. Um an den Fuß des Mount Cooks zu gelangen, kann man entweder die Straße westlich oder östlich des Lake Pukaki benutzen. Da die östliche Straße aber explizit in der Liste der von unserem Wohnmobil-Verleiher verbotenen Straßen enthalten war, entschieden wir uns für die Westroute.


Mount Cook mit Lake Pukaki

Mount Cook mit Lake Pukaki


Diese Entscheidung war auf jeden Fall richtig, denn am südlichen Ende des Lake Pukaki hat man einen wunderschönen Blick auf den Mount Cook.


Mount Cook

Der Mount Cook ist mit 3764 Metern der höchste Berg Neuseelands.


Fußweg zum Mount Cook

Der Weg zum Mount Cook führt über eine Ebene. Als wir dort waren, war es sehr heiß und leider haben wir erst später entdeckt, daß wir mit unserem Wagen noch viel weiter an den Berg hätten heranfahren können, denn es gab noch einen Parkplatz hinter der Ebene, die man auf dem Bild rechts sieht. Man sollte also soweit fahren, bis man nicht mehr weiterkommt. Wir waren uns nicht sicher, ob wir die weiteführende Straße benutzen dürfen.


Nachdem wir also den 'zweiten' Parkplatz nach 3km Fußweg gefunden hatten, machten wir uns auf zum Mount Cook.


Auf dem Weg zum Mount Cook

Auf dem Weg zum Mount Cook


Auf dem Weg zum Mount Cook

Auf dem Weg zum Mount Cook


Auf dem Weg zum Mount Cook

Der Mount Cook durch's Tele


Tasman Glacier

Tasman Glacier


Irgendwo in Neuseeland

Am gleichen Abend fuhren wir in Richtung Queenstown. Auf dem Weg dorthin gab es diesen Sonnenuntergang zu sehen.


Queenstown

23.01.2004


Am Morgen in Queenstown

Da wir tags zuvor recht spät vom Mount Cook weggefahren waren, kamen wir erst gegen 11 Uhr abends in Queenstown an. Nach langer Suche nach einer geeigneten Stelle zum Übernachten (die Campingplätze hatten schon längst geschlossen), entschieden wir uns für eine Schafswieseneinfahrt.


Queenstown ist Neuseelands selbst ernannte Hauptstadt für Abenteueraktivitäten. Die Stadt liegt an dem azurblauen Lake Wakatipu, über den man einen traumhaften Blick bis zu den zerklüfteten Berggipfeln der Remarkables hat.

Freunde des Adrenalinstoßes kommen hier voll auf ihre Kosten. Neben der Hauptattraktion 'Bungee-Jumping' kann man Jetboating, River-Rafting betreiben oder im Winter Skifahren.

Queenstown


Queenstown

Die Abenteuermetropole ist leider in gewisser Weise ein Opfer ihrer eigenen Beliebtheit geworden, das Ufer des Lake Wakatipu ist mit einigen hässlichen Hotelbauten und zahlreichen Luxusvillen zugepflastert.


Skyline Gondola

Einen schönen Ausblick auf Queenstown und den Lake Wakatipu kann man genießen, wenn man mit der Skyline Gondola auf den 'Bob's Peak' fährt. Dort oben gibt es ein Restaurant und eine kurvenreiche Betonbahn, auf der man mit kleinen Wägelchen den Hügel herunterfahren kann. Das Bremssystem ist übrigens nicht wirklich ausgereift, bei der ersten Abfahrt sollte man also Vorsicht walten lassen.


Lake Wakatipu

Umgebung von Queenstown


Lake Wakapitu

Lake Wakapitu


Kawarau Suspension Bridge

Die Kawarau Suspension Bridge ist die Brücke, an der das Bungee-Jumping sozusagen erfunden wurde. Für 125$ kann man sich 43m in die Tiefe stürzen, um dann von einem Boot auf dem Fluß wieder zusammengesammelt zu werden. Wir zogen es vor, dem Treiben zuzusehen, und nicht 5cm länger aus Neuseeland zurückzukehren. Weitere Informationen gibt es unter www.ajhackett.com.


Kawarau Suspension Bridge

Kawarau Suspension Bridge


Kawarau Suspension Bridge

Kawarau Suspension Bridge


Doubtful Sound

24.01.2004


Lake Manapouri

Noch am gleichen Tag fuhren wir von Queenstown zum Lake Manapouri und übernachteten auf dem dortigen Campingplatz.


Doubtful Sound

Am nächsten Tag beschlossen wir, die Tour über den Lake Manapouri und den Doubtful Sound zu buchen. Man fährt ab dem Dorf Manapouri per Schiff über den Lake Manapouri, besichtigt die Powerstation, wird mit dem Bus über den Pass zwischen Powerstation und Doubtful Sound gefahren um dann mit einem weiteren Schiff über den Doubtful Sound bis zur Tasman Sea gebracht zu werden.


Den Tourverlauf sieht man am Besten, wenn man die obige Karte anklickt. Die Route über den Lake Manapouri ist rot markiert. Am linken Ende des Lake Manapouri liegt die Powerstation. Die blaue Linie stellt die Fahrt mit dem Bus dar. Die linke rote Linie ist der Weg durch den Doubtful Sound.


Anlegestelle am Lake Manapouri

Dieses Schiff fährt bis zur Powerstation


Während der Fahrt über den See bekommt man allerlei Dinge über die Flora und Fauna erklärt. Im Zuge des Baus der Powerstation war geplant,

den Wasserspiegel des Lake Manapouri um 12 Meter anzuheben. Erst nach erbittertem Kampf der Umweltbewegung wurde dieses Vorhaben aufgegeben, um die natürliche Schönheit des Sees zu erhalten.

Lake Manapouri


Lake Manapouri

Lake Manapouri


Turbinenhalle der Powerstation

Die Powerstation ist ein Wasserkraftwerk, dessen Turbinen sich etwa 200m unterhalb des Lake Manapouri befinden. Das Wasser des Sees wird durch Fallrohre zur Stromerzeugung in die Turbinen geleitet und dann durch einen Stollen in den Doubtful Sound abgeleitet.
Nach der Ankunft im Besucherzentrum des Kraftwerkes am Westarm des Lake Manapouri wird man mit dem Bus durch eine 2km langen Tunnel zur Maschinenhalle der Powerstation heruntergefahren.


Modell der West Arm Power Station

Auf dem Bild rechts sieht man die oberirdischen Gebäude, darunter den Lake Manapouri. Die senkrechten blauen Rohre stellen die Fallrohre dar. Die Maschinenhalle ist orange dargestellt. Das blaue Rohr nach links ist der Stollen zum Doubtful Sound. Die gelbe gebogene Röhre ist der Tunnel, durch den man in das Kraftwerksinnere gelangt.


Doubtful Sound

An dieser Stelle befinden wir uns bereits auf dem Pass, der vom See zum Doubtful Sound führt. Diese Straße ist nicht mit dem Straßennetz verbunden, sondern diente lediglich dem Bau des Kraftwerkes. Sie soll die teuerste Straße Neuseelands sein, da alles, was zu ihrem Bau notwendig war, über den Lake Manapouri herbeigeschafft werden mußte (Dies gilt übrigens auch für die Materialien, die zum Bau des Kraftwerkes verwendet wurden).


Doubtful Sound

Nachdem wir in das zweite Schiff dieser Tour eingestiegen waren, ging es über den Doubtful Sound bis zum Meer, der Tasman Sea. Erstaunlich, selbst an nahezu senkrechten Felswänden wachsen noch Pflanzen. Am Ende des Sounds kam unser Ausflugschiffchen ziemlich ins Schlingern. Die Wellen waren dort kurz und recht hoch. Naja, wir haben es überstanden.


Robben am Eingang zur Tasman Sea

Robben am Eingang zur Tasman Sea


Doubtful Sound

Als James Cook den Sound 1770 entdeckte, fuhr er nicht hinein, da es ihm zweifelhaft (doubtful) erschien, angesichts der steilen Wände des Sounds und der starken Winde wieder hinaussegeln zu können. Daher hat der Doubtful Sound seinen Namen.


Steile Wand im Doubtful Sound

Steile Wand im Doubtful Sound

Steile Wand im Doubtful Sound


Rückfahrt über den Lake Manapouri

Rückfahrt über den Lake Manapouri


Sonnenuntergang auf der Straße in Richtung Milford Sound

Nach der Tour über den Doubtful Sound fuhren wir weiter in Richtung Milford Sound, den wir am nächsten Tag erkundeten.


Milford Sound

25.01.2004


Mirror Lake

Die erste Station auf dem Weg zum Milford Sound machten wir am Mirror Lake. Es werden dort Busladungen an Touristen am Beginn des Sees abgeladen, die dann über einen Steg am See entlanggehen. 200m weiter werden sie wieder eingesammelt. Da unser Wohnmobil nicht ohne uns weiterfahren konnte, nahmen wir uns hier etwas Zeit und warteten eine Buspause ab, um uns dann ungestört umzusehen.


In Richtung Milford Sound

Während ein Haufen Japaner in unserem Rücken damit beschäftigt war, sich selbst mit ihren Bussen im Vordergrund zu fotografieren, entstand das Bild rechts. Dafür mußten wir aber schon 100m weit laufen...


Hommer Tunnel

Um zum Milford Sound zu gelangen, muß man den 1200m langen Homer Tunnel durchfahren. Nach vielen Bauschwierigkeiten wurde der Tunnel 1952 fertiggestellt. In dem einspurigen Tunnel gibt es kein Licht, die Straße ist nicht asphaltiert und es gibt auch nur wenige Ausweichmöglichkeiten. Das Gefälle im Tunnel beträt übrigens 10%.


Üppige Vegetation kurz vor dem Milford Sound

Cleddau Stromschnellen


Ein lohnender Stopp bietet sich noch bei 'The Chasm', ca. 10km hinter dem Tunnel. Dort gibt es die wasserfallartigen Stromschnellen des Cleddau zu sehen, die eine kleine Schlucht in den Fels gewaschen haben (15 Minuten Fußweg hin und zurück).


Milford Sound

Leider zeigte sich das Wetter bei unserer Ankunft am Milford Sound nicht gerade von seiner besten Seite. Es regnete Bindfäden. Dennoch buchten wir die für Neuseelandbesucher obligatorische Tour mit dem Schiff.


Milford Sound

Milford Sound


Lady Bowen Falls (160m)

Milford Sound


Abschließend läßt sich zum Milford Sound sagen, daß er unserer Meinung nach ebenfalls wirklich sehenswert ist. Leider war als wir dort waren, daß Wetter sehr schlecht. Und wir waren verwöhnt vom Doubtful Sound, den wir tags zuvor besucht hatten. Der Doubtful Sound ist nicht so bekannt wie der Milford Sound. Dies hat zur Folge, daß die Touristenmassen am Doubtful Sound vorbeifahren. Beim Erreichen der Lady Bowen Falls im Milford Sound spielten sich auf unserem Schiff wirklich erschütterliche Szenen ab. Japanische Touristen liefen schreiend und kreischend auf das Oberdeck, um sich dort gegenseitig abzulichten. Wir dachten, gleich kippt der Kutter um.


Auf der Rückfahrt vom Milford Sound lief dieser Kea auf dem Parkplatz herum. Man soll die Tiere übrigens nicht füttern, damit sie die selbständige Futtersuche nicht verlernen.


Ein Kea

streckt sich


Auch das darf auf einer Webseite über Neuseeland natürlich nicht fehlen: Schafe.


Schafe

Noch mehr Schafe


Lake Te Anau

Die Nacht verbrachten wir auf einem Campingplatz in Te Anau.


Die 2. Woche

Die Highlights der zweiten Woche:





Haast Pass

26. / 27.01.2004


Richtung Wanaka zum Haast Pass

Obwohl der Milford Sound von der Stadt Haast eigentlich gar nicht so weit entfernt ist, muß man dennoch den ganzen Weg über Te Anau und Queenstown zurückfahren, um in Richtung Norden an die Westküste zu gelangen. Es gibt keinen anderen Weg.
Also legten wir einen Autotag ein.


Serpentinen auf der Nationalstraße 89

Nachdem wir Queenstown passiert hatten, fuhren wir auf der Nationalstraße 89 in Richtung Wanaka. Unser Wohnmobil ächzte ziemlich, als es im ersten Gang die Serpentien hinauf mußte (im Zweiten wäre es aus der Kurve geflogen). Das Wetter wurde immer schlechter, und als wir an der höchsten Stelle angekommen waren, befanden wir uns im dichten Nebel.


In Richtung Wanaka

In Richtung Wanaka


Dichte Wolken

Der Regen sollte heute nicht mehr aufhören. Es goß aus Kübeln, als wir in Wanaka ankamen. Da wir jetzt nicht duschen wollten beschlossen wir, Wanaka zu besuchen, falls wir nochmal nach Neuseeland kommen.
Am Lake Wanaka suchten wir uns einen Campingplatz. Es hörte und hörte nicht auf zu regnen...


Auch in der Nacht ging es mit dem Regen weiter, wir dachten, Neuseeland würde untergehen.

Am nächsten Morgen bot sich uns der Lake Wanaka bei strahlendem Sonnenschein.

Lake Wanaka


Unser durchnässtes Womo

Das Wohnmobil nach dem Regenguß. Von Innen war es fast so klamm wie von Außen.

Wir machten uns auf, den 'Rest' des Haast Passes zu genießen.


Lake Wanaka

Temporary bridge


Haast Pass

Haast Pass


An einigen Stellen des Passes waren für LKW Auslaufzonen aus Schotter angelegt. Bei den Gefällen, die man teilweise auf dem Pass antrifft, ist dies auch dringend notwendig.


Haast Pass

Haast Pass

Haast Pass


Haast Pass

Haast Pass


Westküste der Südinsel

Westküste der Südinsel


Westküste der Südinsel

One lane bridge


Sogenannte 'One lane bridges', also einspurige Brücken gibt es in Neuseeland häufig. Von der einen Seite kommend hat man Vorfahrt, von der anderen muß man Vorfahrt gewähren. Das Ganze funktioniert auch wunderbar. Hat man keine Vorfahrt, ist aber schon auf der Brücke und ein entgegenkommendes Fahrzeug muß warten, bedankt man sich einfach, indem man die Hand hebt. Man sollte tunlichst darauf achten, daß man wieder auf die linke Seite fährt, wenn man die Brücke verläßt. Oft gibt es hinter der Brücke einen Pfeil auf der linken Seite der Fahrbahn, der einem die richtige Seite anzeigt. Aber nicht immer...


Fox Glacier

27.01.2004


Fox Glacier

Weiter ging es zum Fox Glacier, der neben dem Franz Josef Glacier einer der beiden großen Gletscher Neuseelands ist. Schon bei der Anfahrt kann man sehen, wie weit sich der Gletscher in den letzten 250 Jahren zurückgebildet hat. An der Zufahrtsstraße stehen Schilder mit Jahreszahlen, die angeben, bis wo der Gletscher zu der Zeit reichte. 3km kürzer ist er heute.


Fox Glacier

Abbruchkante des Fox Glaciers


Fox Glacier

Fox Glacier


Fox Glacier

Die drei Bilder nebenstehenden zeigen den Fox Glacier aus einer weiteren Entfernung. Man fährt von der Nationalstraße 6 in Richtung Cafe Lake Matheson / Gillespies Beach und hat dann dieses Motiv im Rückspiegel.


Gillespies Beach

Übernachtet haben wir am Gillespies Beach. Wenn man die Cook Flat Road weiter in Richtung Westen fährt, gelangt man durch einen nicht enden wollenden Wald ans Meer. Dies war die erste Belastungsprobe für unser Wohnmobil, da dies die erste Gravel Road war, die wir befahren haben. Auf dem ersten Abschnitt waren vom Regen Rillen quer zur Fahrbahn ausgewaschen worden, offensichtlich genau auf die Resonanzfrequenz unserer Besteckschublade abgestimmt.


Am Gillespies Beach gibt es einen Campingplatz, auf dem man übernachten kann. Trotz der Sandflies sollte man den Sonnenuntergang genießen.


Gillespies Beach

Gillespies Beach


Franz Josef Glacier

Lake Matheson / Franz Josef Glacier / Pancake Rocks


28.01.2004


Bevor wir weiterfuhren zum Franz Josef Glacier, legten wir einen Zwischenstopp am Lake Matheson ein. Ein Rundweg führt um den See, den man in etwa einer Stunde laufen kann.


Lake Matheson

So ziemlich jeder Kalender oder Bildband über Neuseeland enthält das Motiv der sich im See spiegelnden Berge Mount Cook und Mount Tasman.
Diese Webseite enthält das Motiv leider nicht, die Wolken wollten einfach nicht verschwinden.


Lake Matheson

Lake Matheson


Franz Josef Glacier

Unsere nächste Station war der Frans Josef Glacier. Auch dieser Gletscher ist in den letzten Jahrhunderten stark zurückgegangen.


Franz Josef Glacier

Franz Josef Glacier


Die Autoren dieser Webseite


Eva

Christoph


An diesem Tag fuhren wir noch einige Kilometer die Westküste in Richtung Norden entlang ...


Westküste der Südinsel

Westküste der Südinsel


... um uns noch die Pancake Rocks anzuschauen.


Pancake Rocks

Bei Punakaiki liegen die Pancake Rocks, eine Felsformation, die aufgrund der übereinanderliegenden Kalkschichten an Pfannkuchen erinnert. Ein chemischer Prozesses ließ unter Druck festere und weniger feste Zwischenschichten entstehen. Später wurden diese Schichten angehoben und traten so an die Erdoberfläche.


Pancake Rocks

Pancake Rocks

Pancake Rocks


Kaiteriteri

30.01.2004


Kaiteriteri / Abel Tasman Park / Golden Bay


Kaiteriteri

An diesem Tag machten wir einen kurzen Halt in Kaiteriteri. Eigentlich hatte wir vor, durch den Abel Tasman Park zu wandern. Christophs Knie hat aber leider etwas schlapp gemacht, nachdem er es sich auf dem Schiff durch den Doubtful Sound ein wenig verrengt hatte.


So sind wir durch den Abel Tasman Park nur durchgefahren.


bei Kaiteriteri

bei Kaiteriteri


Weiter nach Norden

in Richtung Golden Bay


In Richtung Golden Bay

In Richtung Golden Bay


In der Nähe von Pohara an der Golden Bay suchten wir uns einen Campingplatz und liefen noch ein wenig am Strand entlang.


Golden Bay bei Pohara

Golden Bay bei Pohara


Golden Bay bei Pohara

Golden Bay bei Pohara


Farewell Spit

31.01.2004


Farewell Spit

An der Nordspitze der Südinsel liegt der Farewell Spit, ein 25km langer Sandstreifen, der in Richtung Osten ins Meer hineinragt. Dort ist eine faszinierende Tierwelt beheimatet. Die Sandbank selbst darf man ohne Begleitung einer der beiden örtlichen Touranbieter nicht betreten.


Farewell Spit

Auf dem rechten Bild sieht man den Farewell Spit im Nebel nach rechts verschwinden.
Trotz des nicht gerade einladenden Wetters brachen wir zu einer kleinen Wanderung auf, allerdings nicht zum Farewel Spit selbst.
Der Regen hörte kurze Zeit später auf und es wurde richtig warm.


Am Farewell Spit

Strand


Ein wenig später gelangten wir an einen sehr schönen einsamen Strand. Der Himmel war immer noch bewölkt, allerdings kam die Sonne schon recht gut durch. In Kombination mit dem weißen Sand war es sehr hell dort. Christoph hatte seine Sonnebrille vergessen und blinzelte verkniffen nur durch ein Auge.


Strand

Strand


Muschelbank

Muschelbank


Quallen (oder sonstiges Getier)

Strand


Farewell Spit

Regen


Kaum waren wir wieder an unserem Wohnmobil angekommen, fing an zu regnen und erneut ist der Farewell Spit (auf dem linken Foto) nur eben zu erkennen.


Picton

01. / 02.02.2004


Wettertechnisch wurde es auch an diesem Tag nicht besser. Über Nelson und Blenheim fuhren wir in Richtung Picton. Bei Turamarina zweigt eine Straße in Richtung Cloudy Bay (der Name war Programm!) ab. Natürlich hätte man auch den direkten Weg nach Picton nehmen können, aber das wäre zu einfach gewesen. Wir entschlossen uns, die Küstenstraße zu fahren. Gravel Road vom Feinsten...


Küstenstraße nach Picton

entlang der Cloudy Bay


Küstenstraße nach Picton

Küstenstraße nach Picton


Eingesautes Wohnmobil

Unser fahrbarer Untersatz hatte ziemlich zu leiden. Nach der Strecke war er so dreckig, daß es uns fast peinlich war, damit in die Zivilisation zurückzukehren. Die Türen knarrten bedenklich. (Auf dem Campingplatz in Auckland, der meist vor der Abgabe der Womos angesteuert wird, hörten wir dieses Geräusch allerdings bei fast allen Wohnmobilen.)


Nun hieß es langsam, Abschied von der Südinsel zu nehmen. Nach der Übernachtung auf dem örtlichen Campingplatz schauten wir uns Picton an. Unsere Fähre ging erst am Abend.


Edwin Fox Wrack

In der Nähe des Fährterminals liegt das Wrack der 1853 in Indien gebauten Edwin Fox. Sie war Teil der Flotte, welche die Einwanderer einst nach Neuseeland brachte. Neben einem Museum kann man auch den aus Teakholz gefertigten Rumpf des Schiffes besichtigen.


Edwin Fox Wrack

Edwin Fox Wrack


Picton

Picton


Am Abend schifften wir samt Wohnmobil auf der Fähre ein. Die Tickets dazu hatte wir in einer Travel Agency in Queenstown gekauft. Da die Fahrt mit der schnellen 'Katamaran' - Fähre nicht viel teurer war, hatten wir diese gebucht. Im Malborogouh Sound, der von Picton zum Meer führt, mußte sich allerdings auch diese Fähre an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten. Dies war auch gut so, schließlich wollten wir ja die herrliche Landschaft geniessen. Auf dem offenen Meer hatten wir die konventionelle Fähre aber schnell abgehängt.


Fährhafen von Picton

Malborogouh Sound


Malborogouh Sound

Malborogouh Sound


Malborogouh Sound

Malborogouh Sound


Dies ist (wahrscheinlich) die Küstenstraße

die wir tags zuvor gefahren sind


Wellington !

Wellington, kurz vor unserer Ankunft. Die Fähre, mit der wir fuhren, haben wir nie von außen in Natura gesehen, nicht beim Auffahren, und auch nicht beim Verlassen. Ist man mit dem Auto von dem Schiff herunter, ist sofort Konzentration im Verkehr der Stadt angesagt und die Suche nach einem Campingplatz.


So kontaktierten wir nordneuseeländischen Boden erst bei der Ankunft auf dem Motor Camp.
Normalerweise haben die Receptions der Campingplätze nicht so lange offen, in Wellington ist dies aufgrund der Fährankunftzeiten aber anders. So war es kein Problem, um 10 Uhr Abends noch einen Einstellplatz zu bekommen.


Die 3. Woche

Die Highlights der dritten Woche:






Wellington

03.02.2004


Früh Morgens fuhren wir mit dem Bus ins Zentrum von Wellington. Zunächst statteten wir dem Museum of New Zealand, auch Te Papa Tongarewa genannt, einen Besuch ab. Dort gibt es viel über die Geologie Ozeaniens zu erfahren, über die Flora und Fauna Neuseelands, und dort steht auch das Originalmodell des Turms, an welchem Szenen aus 'Der Herr der Ringe' gedreht wurden. Neuseeland war in der Zeit, in der wir dort waren, sehr 'Lord of the Rings' - verrückt. Gerade in Wellington waren an vielen Ecken irgendwelche Figuren aus dem Film aufgestellt.


Nationalmuseum Te Papa

Turm aus Herr der Ringe


Wellington

Wellington


Wellington

Wellington


Wellington

Wellington


Cable Car

Mit der Cable Car fuhren wir hinauf in die Botanic Gardens. Hier oben hat man einen wunderschönen Blick über Wellington und die Bucht.


Regierungsviertel

Old Government Buildings


Wellington ist die Hauptstadt Neuseelands, und auch Sitz der Regierung. Bemerkenswert ist das 'Old Government Builing'. Fertiggestellt wurde es 1876, das Besondere an diesem Gebäude ist, daß es komplett aus Holz gebaut wurde.


Wanganui

04.02.2004


Aufzug in Wanganui

Unser nächste Stopp lag in dem kleinen beschaulichen Städtchen Wanganui. Eine Attraktion dort ist der Durie Hill Elevator. Durch einen 213m langen Tunnel gelangt man zu dem historischen Aufzug aus dem Jahre 1919, der die Fahrgäste 66m aufwärts auf den Hügel transportiert. Oben auf dem Berg gibt es einen Aussichtsturm, den Memorial Tower, von dem man eine weite Sicht über die Stadt hat.


Maschinenraum des Durie Hill Elevators

Memorial Tower


Blick über Wanganui

Rechts der Blick über die Stadt. Es braute sich wieder mal ein Unwetter zusammen.

Viel gibt es in Wanganui nicht zu sehen. Wir haben es dabei belassen, uns noch die Hauptstraße anzusehen. Diese ist sehr schön mit Blumenampeln geschmückt, die an den Schaufensterüberdachungen hängen.


Wanganui

Wanganui


Forgotten World Highway

05.02.2004


Forgotten World Highway begins

Von Stratford nach Taumarunui führt eine der schönsten Straßen Neuseelands, der Forgotten World Highway. 150km schlängelt sich der SH 43 durch eine grüne, hügelige Landschaft. Die meist, aber nicht immer asphaltierte Strecke ist wirklich einsam, viele Autos begegneten uns nicht. Man sollte zusehen, genug Sprit im Tank zu haben, eine Tankstelle gibt es nicht.


Forgotten World

Forgotten World


Forgotten World

Forgotten World Highway


Forgotten World

Kuhherde


Wie so oft geben Fotos nicht wirklich das wieder, was dem Eindruck, den man vor Ort hat, entspricht. Beeindruckend war die Tiefe, die man auf dem Foto links gar nicht richtig ermessen kann. Der Abhang war sehr steil, und die Hügel im Hintergrund des Bildes wollten nicht enden.

Rechts eine Kuhherde, die uns aufgehalten hat. Aber wir hatten ja Zeit...


Tunnel zur 'Bridge to Somewhere'

Eva hatte irgendwo gelesen, daß es abseits des Forgotten World Highways eine sehenswerte, lange Brücke gäbe, die Brücke nach Irgendwohin, the 'Bridge to somewhere'. Also fuhren wir über eine schmale Schotterpiste eine Stunde oder länger so etwa 25 km dorthin. Es war tatsächlich eine Fahrt nach Irgendwo...


Bridge to Somewhere

Bridge to Somewhere


Gut, der Abstecher hat sich nicht wirklich gelohnt... ! Aber Eva ist die 25km zurückgefahren.


Forgotten World

Forgotten World


Forgotten World

Forgotten World


Forgotten World

Forgotten World


Forgotten World Highway ends

Nach 150 km endete der Forgotten Word Highway. Um das Foto rechts zu schießen, legte der Fahrer eine Vollbremsung ein und fuhr 50m zurück. Der Vollständigkeit halber.


Tongariro Crossing

06.02.2004


Tongariro Crossing

Die beliebteste Wanderroute in der Region um Taupo ist sicherlich der 16km lange 'Tongariro Crossing'. Innerhalb von 6 bis 8 Stunden bekommt man eine Menge geboten. Zunächst klettert man über erstarrte Lavaflüsse, überquert einen Kraterboden, erklimmt den Kraterrand, und hat dort oben eine wunderbare Aussicht. Dann kommt man an einem aktiven Thermalgebiet vorbei, an smaragdgrünen und blauen Seen und besteigt den Schlackekegel des Mount Ngauruhoe. Etwa 750 Meter Höhenunterschied gilt es dabei zu bewältigen.


Gespenstische Atmosphäre

am Tongariro


Es empfiehlt sich, früh morgens mit dem Bus zum Startpunkt der Wanderung zu fahren. Diesen reserviert man am Besten am Abend vorher (war kein Problem auf dem Campingplatz, auf dem wir übernachteten). Mit dem eigenen Auto sollte man aus zwei Gründen nicht fahren: Der Wanderweg beschreibt ein U, Anfang und Ende der Wanderung liegen also nicht beieinander. Außerdem sind die Parkplätze dafür bekannt, daß dort oft Autos aufgebrochen werden.
Am Ziel stehen dann wieder Busse, mit denen man zurückgebracht wird.


Vor dem Aufstieg

Lavafluß


'Ameisenstraße'

Wie eingangs schon erwähnt, ist der Tongariro Crossing eine sehr beliebte Wanderroute. Leider wußten wir nicht, daß der Tag, an dem wir vorhatten, den Tongariro zu erklimmen, in Neuseeland ein Feiertag war. So kam es, daß wir bei weitem nicht die Einzigen waren, die sich an diesem Tag den Berg hinauf wollten.


Wenn man das vorherige Bild anklickt und groß betrachtet, so kann man die 'Ameisenstraße' sehen, die sich von unten rechts nach links und dann von links nach rechts oben zieht.


Rückblick

Mit der Zeit verliefen sich aber die Massen. Wir hatten den Eindruck, daß viele Leute einen 'Tongariro Crossing Weltrekord' aufstellen wollten, so schnell waren sie unterwegs. Wir genossen dafür die Landschaft und beschlossen, nicht als einer der Ersten ins 'Ziel' zu kommen. Mit der Zeit waren immer weniger Leute um uns herum.


Als das Bild links aufgenommen wurde, lagen einige 'Qualen' des Aufstiegs schon hinter uns. Man erkennt das Tal, durch welches wir gelaufen sind (oberhalb des dunklen Lavaflusses links) und das Geröllfeld, welches wir durchquert haben.


Noch höher

An dieser Stelle hatten wir den ersten Aufstieg geschafft, und wagten noch einmal einen Blick zurück. Allerdings waren wir noch längst nicht am höchsten Punkt der Wanderung.

Die folgende waagerechte Passage durch den Krater war eine willkommende Erholung.


Im Krater

Im Krater


Der nächste Aufstieg

Nach der Durchquerung des Krater begann der nächste Aufstieg an dessen Rand. Rechts sieht man einige Menschen stehen. Der Weg führte nach links auf dem vorderen Bergrücken. Verfolgt man diesen, so sieht man oben auf dem Kraterrand wiederum Leute stehen.


Auf dem Kraterrand

Hier stehen wir bereits auf dem Kraterrand. Spätestens jetzt wird klar, warum in den Reiseführern steht, man sollte warme Kleidung mitnehmen. Denn obwohl in Neuseeland im Februar Sommer ist, war es hier oben sehr frisch, nicht zuletzt wegen des starken Windes.


Aufstieg

Blick zurück in den Krater


Auf dem rechten Bild erkennt man recht gut den Weg, den wir durch den Krater genommen haben. Er verläuft von der dunklen Stelle in der Bildmitte nach links unten.


Aussicht

Aussicht


Eva am Abgrund

Ein wenig aufpassen sollte man schon. Der Weg dort oben ist teilweise recht rutschig, und der starke Wind kann jemanden schon mal aus dem Gleichgewicht bringen.

Die beiden nachfolgenden Bilder zeigen den höchsten Punkt des Tongariro Crossing.


Der höchste Punkt

Aber nicht der letzte Aufstieg


Nun hat man einen wunderschönen Ausblick auf den purpurroten 'Red Crater'. Aus einigen Löchern qualmt nach Schwefel riechender Wasserdampf.


Red Crater

Red Crater


Red Crater

Red Crater


Red Crater

Hier ging es weiter


Das rechte Bild wagt schon einmal einen Vorgriff auf den Weg, der noch vor uns lag. Nach dem Abstieg durchliefen wir einen weiteren Krater, um dann auf dem Weg ganz rechts im Bild wieder aufzusteigen. Danach ging es über den Kraterrand vor dem See von rechts ganz nach links herüber.


Christoph am Abgrund

Nun ging es erst einmal bergab zu den drei kleinen Seen. Von herunterlaufen konnte man eigentlich nicht sprechen, man rutschte auf dem Geröll förmlich hinunter. Und immer begleitete uns dieser Schwefelgeruch. (Ein Vorgeschmack auf das, was uns in Rotorua noch erwarten sollte...)


Rutschpartie

Auf diesem Bild kann man die Rutschbahn gut erkennen.

Die Farben dieser kleinen Seen war aufgrund der Chemikalien, die im Wasser gelöst sind, unterschiedlich. Der eine schimmerte grün, der andere blau.


Blauer und grüner See

Grüner See


Der Red Crater

Drei Fotos zurück auf den Red Crater. Die Spitze oben rechts im Bild des rechten Fotos war der schon vorher erwähnte höchste Punkt der Wanderung.


Red Crater

Red Crater


Nun begann der Abstieg vom Tongariro. Über nicht enden wollende Serpentinen und durch einen Wald, der uns größer als der gesamte Schwarzwald vorkam, gelangten wird zu dem Parkplatz, an dem bereits die Busse warteten.


Der Abstieg

Der Abstieg


Eine heiße Quelle

Eine heiße Quelle


Abstieg

Dieser Tag war ein Highlight der Highlights unserer Neuseelandreise.

Nachdem wir auf dem Campingplatz angekommen waren, wankten wir noch in das nächste Restaurant und taten im Übrigen nicht mehr viel an diesem Abend...


Waitomo Caves

07.02.2004


Waitomo Caves / Natural Bridge


Eine große Enttäuschung für uns waren die Waitomo Caves. Die Höhle ist zwar sehr schön anzusehen, auch die Glühwürmchen (die eigentlich keine sind), waren interessant.

Aber die ganze Angelegenheit ist in unseren Augen ein ziemlicher Touristennepp gewesen.

Man wird im Akkord in Gruppen zu 30 bis 40 Leuten über betonierte Wege durch die Höhle geschleust, die nachfolgende Gruppe immer im Nacken. Am Schluß steigt man ein ein Boot, um darin über einen Höhlenfluß zu gleiten und die leuchtenden Insekten an der Decke zu bestaunen. Die Insekten leuchten übrigens nur, wenn man ganz leise ist. Dies bekommt man vorher auch mindestens 3 mal gesagt. Leider saßen hinter uns zwei Typen, die auch für fünf Minuten nicht ihre Klappe halten konnten (2 Deutsche, wir haben uns echt geschämt.).

Von den Waitomo Caves gibt es keine Fotos, erstens, weil es uns nicht gefallen hat, außerdem durfte man in der Höhle auch keine machen.


Natural Bridge

Etwas gefrustet suchten wir in unserem Reiseführer nach einem Ziel, welches den langen Umweg nach Waitomo doch noch rechtfertigt -- und wir wurden fündig.

Etwa 25km westlich von Waitomo liegt der Mangapohue Natural Tunnel. Der Eintritt ist frei (im Gegensatz zu den Waitomo Caves !! OK, genug davon), und kaum eine Menschenseele macht sich auf dem Weg dorthin.


Senkrecht nach oben

Zu sehen gibt es eine Schlucht, die einst eine Höhle mit einem Fluß hindurch gewesen ist. Die Decke dieser Höhle ist eingestürzt, allerdings nicht vollständig. Auf einer Länge von 30 Metern existiert sie noch, und dies macht diese Schlucht so interessant. Das Ganze war so groß, daß auch Christoph mit seinem Weitwinkel-Objektiv nicht die gesamte Brücke auf ein Bild bekommen hat.


Natural Bridge

Natural Bridge


Rundweg, direkt bei der Natural Bridge

Bei Nacht sollen auch hier unterhalb der Brücke die Glühwürmchen leuchten, dies haben wir allerdings nicht gesehen.

Kurz nach der Natural Bridge beginnt ein kleiner Rundweg (10 Minuten). Durch Weideland kommt man an 35 Millonen Jahre alten Fossilien von Riesenaustern vorbei.


In der Umgebung von Waitomo


Rotorua

08. / 09.02.2004


An dieser Stelle brechen wir die chronologische Reihenfolge unseres Berichtes ein wenig auf.

Wir haben den Thermalgebieten, die wir uns angesehen haben, eigene Seiten gewidmet. Am zweiten Tag unseres Aufenthalts dort haben wir uns Rotorua selbst angeschaut.

Rotorua ist zweifelsfrei eine der, wenn nicht die Attraktion Neuseelands. An allen Stellen brodelt und dampft es, der Schwefelgeruch liegt einem fast permanent in der Nase. In Rotorua selbst, und auch in der Umgebung, gibt es unzählige heiße Quellen. Hier erlebt man aktiven Vulkanismus pur.

Unsere Erlebnisse in den Thermal Areas finden Sie auf folgenden Seiten.

Hell's Gate
Whakarewarewa
Waimangu Valley
Waiotapu


Rotorua

Touristeninformation

Lange bevor man Rotorua erreicht, riecht man es schon. Nach ein bis zwei Stunden hat die menschliche Nase den Geruch von faulen Eiern, die der aus den verschiedensten Erdspalten aufsteigende Schwefel verbreitet, aber schon wieder "vergessen". Wir wollen damit sagen: Man gewöhnt sich dran! Das ach so britische Rotorua selbst ist sehenswert.


Ein Hotel

Auch mitten in der Stadt gibt es heiße Quellen, z.B. am Lake Rotorua, im Government Gardens, teilweise qualmen sogar die Gullys.
Government Gardens ist ein wunderschön angelegter Park mitten in Rotorua.


Government Gardens

Government Gardens


Very British

Government Gardens


Bath House

Lake Rotorua


St. Faith's Anglican Church

500 Meter nördlich des Zentrums liegt die Siedlung Ohinemutu, fest in Maori-Hand. Bevor die Regierung Gebäude in Rotorua errichtete, war dies die größte Ansiedlung in der Gegend. Die St. Faith's Anglican Church sollte man sich unbedingt von innen anschauen. Eine Hauptattraktion ist ein Fenster mit einer Christus Figur, die so ausgerichtet ist, daß sie auf dem See zu wandeln scheint.


Gegenüber der Kirche befindet sich das mit Schnitzereien dekorierte Tamatekapua-Versammlungshaus.


Maori Figur

Tamatekapua-Versammlungshaus

Versammlungshaus


Hell's Gate

Hell's Gate

Die erste "Brodelküche", die wir uns ansahen, war Hell's Gate, etwa 20km nordöstlich des Zentrums von Rotorua gelegen.

Dieses Thermalgebiet ist nicht nur eines, das sehr wenig besucht wird, sondern auch eines der aktivsten. Es gibt zig brodelnde Schlammlöcher und siedende Wassertümpel.


Warning

Man soll keine Gegenstände in die heißen Tümpel werfen. Was jemandem widerfährt, wenn er es dennoch tut, lasen wir auf dem Schild im rechten Bild: "Persons who throw litter or stones into the thermal pools may be asked to retrieve them. -- Management Hell's Gate"


Hell's Gate

Hell's Gate


Hell's Gate

Es war nicht einfach, in den Thermalgebieten zu fotografieren. Der Wasserdampf brachte oft den Autofocus unserer Kameras durcheinander. Eventuell bringt es was, von Hand scharfzustellen.


Kakahi Falls

Ein weiteres Highlight in Hell's Gate ist der Kakahi Fall, ein kleiner Wasserfall, der aufgrund seiner Temparatur von 38°C eine beliebte Badestelle war. Heute allerdings ist das Baden nicht mehr erlaubt.

Nachdem man den Wasserfall passiert hat, gelangt man zu einem weiteren Gebiet mit noch mehr Schlammlöchern und Moddergruben.


Hell's Gate

Hell's Gate


Hell's Gate


Whakarewarewa

Whakarewarewa, oder kurz Whaka genannt, ist das Thermalgebiet, welches sich am nächsten an Stadt Rotorua selbst befindet. Es handelt sich seit 1998 um zwei Abschnitte, da Besitzstreitigkeiten dazu geführt hatten, daß Whakarewarewa aufgeteilt wurde.

Es gibt ein Thermalgebiet mit heißen Quellen und brodelnden Schlammgruben. Hauptattraktion sind die beiden Geysire "Prince of Wales' Feathers' und 'Pohutu'. Letzterer schießt das Wasser bis zu 20m hoch. Außerdem gibt es ein nachgebautes Maoridorf zu sehen.

Der andere, kleinere Teil des Thermalgebietes ist ein ganz normales Dorf. Die Bewohner machen sich die heißen Quellen zunutze, in dem sie darauf kochen. Diesen Teil haben wir nicht besucht.


Lagerhaus der Maori

Versammlungshaus der Maori


Whakarewarewa

Das Bild rechts zeigt einen kleinen Ausschnitt des Thermalgebietes.


Kochstelle

Das Wasser in dem Tümpel links hat wirklich gesiedet. Was man auf dem Bild nicht sehen kann ist die Vorrichtung, um einen Topf aufzuhängen und in das heiße Wasser zu tauchen. Es wäre also durchaus möglich gewesen, hier sein Süppchen zu kochen.


Schlamm...

...geblubber


Wie fotografiert man solche Schlammblasen ?

Die Blasen entstehen dadurch, daß Gas von unten nach oben dringt und beim Erreichen der Oberfläche mit einem kurzen "Blub" entweicht.

Unser erster Ansatz war, den "Blub" zu fotografieren, sobald er auftritt. Dies hatte allerdings den großen Nachteil, daß die Blasen schneller zerplatzten, als wir den Auslöser drücken konnten.

Die Methode, die den Erfolg brachte, war genauso rabiat wie effektiv. Wir haben unsere Digitalkameras auf "Dauerfeuer" (Serienbildaufnahmen) gestellt und einfach draufgehalten. Bilder ohne Blasen (also die meisten) wurden wieder gelöscht.


Geysir "Pohutu"

Geysir "Pohutu"

Geysir "Pohutu"


Sinterablagerungen

Das ablaufende Wasser des Geysirs hat die Ablagerungen auf dem Bild links gebildet.

Der Geysir ist bis 2000 mehrmals täglich ausgebrochen. Dann überraschte er, indem er plötzlich 329 Tage ununterbrochen Wasser spuckte. Derzeit ist er etwa 80 Prozent der Zeit aktiv.


Blubber

Blubberblase


Blue Lake

An diesem Abend übernachteten wir auf in einem Campingplatz am Blue Lake. (Nur mal so als Tipp!)


Waimangu Valley

Waimangu Valley

Das Waimangu Valley entstand 1886 durch einen Ausbruch des Mount Tarawera. Durch die Erruption entstand ein 17km langes Tal, der Lake Rotomahana verzwanzigfachte seine Größe und der Mount Tarawera brach entzwei.


Frying Pan Lake

Der "Frying Pan Lake" ist die größte heiße See der Welt. Seine Temparatur beträgt 55°C. An einer Stelle haben wir mal einen Finger in das Wasser gehalten, nicht lange, da es schon nach einem kurzen Moment anfing, weh zu tun.


Frying Pan Lake

Frying Pan Lake


Hot Springs

Inferno Crater


Der "Inferno Crater" auf dem rechten Bild besticht durch seine hellblaue kräftige Farbe (Das Foto ist also nicht etwa eingefärbt). Das Besondere an dem See ist, daß sich sein Wasserpegel nach einem 38-tägigen Rhythmus ändert. 21 Tage lang steigt das Wasser bis zum Rand des Kraters, 2 Tage fließt das Wasser über den Rand, um dann in 15 Tagen wieder bis 8 Meter unter den Rand zu sinken.


Warbrick Terrace

Durch das Tal führt ein Wanderweg an weiteren heißen Quellen und siedenden Tümpeln vorbei, für die Gegend also "nichts besonderes". Shuttlebusse verkehren ebenfalls durch das Tal, so daß man nicht den gleichen Weg zurückgehen muß. Recht weit am Ende des Waimangu Valleys sieht man die "Warbrick Terrace", die von stark mineralhaltigem heißen Wasser überspült wird.


Warbrick Terrace

Warbrick Terrace


Waiotapu

Am gleichen Nachmittag nach dem Besuch des Waimangu Valleys (ja, wir hatten einen vollen Terminplan an diesem Tag) sahen wir uns noch das Waiotapu Thermal Wonderland an.


Waiotapu Thermal Wonderland

Waiotapu Thermal Wonderland ist der geothermische "Konkurrent" Waimangus. Auf dem riesigen Gebiet gibt es ganz unterschiedlich gefärbte Felsen und Wasserbassins sowie die größten und beeindrucksten Kochschlammseen zu sehen. Verpaßt haben wir den Ausbruch des Geysirs Lady Knox, welcher jeden Tag planmäßig um 10.15Uhr ausbricht.


Da er dies nicht freiwillig tut, hilft ein Mitarbeiter mit Seifenpulver nach, um die Oberflächenspannung des heißen Wassers herabzusetzen.


Waiotapu Thermal Wonderland

Waiotapu Thermal Wonderland


Champagne Pool

Champagne Pool


Devil's Ink-Pots

Devil's Ink-Pots


Waiotapu Thermal Wonderland

Schwefel


Waiotapu Thermal Wonderland

Champagne Pool


Champagne Pool

Champagne Pool


Waiotapu Thermal Wonderland

Waiotapu Thermal Wonderland


Hot Water Beach

10.02.2004


Strand von Opoutere

An dem malerischen Strand von Opoutere glauben wir Delfine gesehen zu haben. Wenn wir unsere Bilder vorführen löst diese Behauptung allerdings fast immer die Diskussion aus, ob es sich nicht doch um Wale gehandelt hat.
Schlußletztlich läßt sich dies wohl nicht mehr klären.


Delfine...

...oder Wale ?


Hot Water Beach

Weiter ging es an diesem Tag in Richtung Norden zum Hot Water Beach. An dieser Stelle des Strandes gibt es eine heiße Quelle, welche knapp vor dem Meer unterhalb des Sands hervortritt.
Die Kunst ist es, sich ein Loch in den Sand zu buddeln, so daß genügend kaltes Meerwasser mit dem heißen Wasser der Quelle vermischt wird. Hat man alles richtig gemacht, kann man sich in dieses Loch hineinsetzen, ohne sich den A---llerwertesten zu verbrennen.


Hot Water Beach

Hot Water Beach


Auch wenn man 10 bis 15 Meter ins Meer geht, kann man die heiße Quelle noch spüren. Dazu vibriere man mit den Füßen, so daß diese in den Sand einsinken. Wenn man sich knöcheltief eingegraben hat, beginnt der unfreiwillige Eiertanz, dann spürt man nämlich plötzlich das heiße Wasser und läßt sich einfach hinfallen, um nur möglichst schnell seine Füße im kalten Meerwasser zu kühlen. (Auf eigene Gefahr, wir haften nicht für Verbrennungen an den Fußsohlen !)


Die letzte Woche

Die Highlights der vierten Woche:





Cathedral Cove

11.02.2004


Auf einem Zeltplatz in Hahai übernachteten wir. Wir haben etwas mehr bezahlt, um einem Stellplatz an der Meerseite zu bekommen (und gingen dann davon aus, daß man das Meer auch sehen könne). Dumm war nur, daß Bäume und eine Düne die Sicht versperrten. Man sollte sich den Platz also vor der Reservierung anschauen.

Also mußten wir uns am nächsten Morgen den Strand zu Fuß ansehen und hundert Meter laufen... ...die "Mühe" hat sich gelohnt !


Strand bei Hahai

Strand bei Hahai


Cathedral Cove

Weiter ging es in Richtung Cathedral Cove, eine natürlich Brücke, die durch das Meer in den Fels gewaschen wurde.
Bemerkenswert auf dem Weg dorthin waren die vielen bewachsenen kleinen Inseln und Felsen. Cathedral Cove selbst erreicht man nur zu Fuß, eine steile Treppe führt am Schluß des Weges zu dem malerischen Strand hinunter.


Auf dem Weg zur Cathedral Cove

Das Bild rechts zeigt, wie abwechslungsreich die Landschaft in Neuseeland oft ist. Auf der einen Seite des Weges befand sich das Meer, auf der gegenüberliegenden Seite eine Landschaft, die an die Voralpen errinnert.


Am Strand angelangt, boten sich uns diese Bilder. Durch die Cathedral Cove kann man durchlaufen. Je nach Stand der Gezeiten sollte man seinen Fotoapparat mehr oder weniger hoch halten, und den Wellen ausweichen.


Cathedral Cove

Cathedral Cove


Cathedral Cove

Cathedral Cove


Cathedral Cove

Cathedral Cove


Cathedral Cove

In der Bildmitte sieht man den Felsen, der auf dem vorvorletzten Bild groß abgebildet ist.

Auf der Fahrt zu unserem nächsten Ziel, der Coromandel Peninsula, hatte wir die tolle Aussicht, die auf dem folgenden Bild zu sehen ist.


Fahrt zur Coromandel Halbinsel


Coromandel Peninsula

11.02.2004


Coromandel Peninsula

Am gleichen Tag fuhren wir weiter Richtung Norden auf die Coromandel Peninsula, eine traumhaft schöne Halbinsel. Auf einer Schotterstraße fuhren wir einige Kilometer auf der westlichen Seite der Insel entlang.


Coromandel Peninsula

Die Insel ist sehr einsam, vielen Menschen begegneten wir nicht. Trotzdem gab es fast ein intensives Treffen mit einer Autofahrerin. Christoph fuhr. Sie kam plötzich aus der Gegenrichtung. Nach einer Vollbremsung beiderseits standen wir uns direkt gegenüber und haben uns erleichtert tief in die Augen geschaut.


Coromandel Peninsula

Coromandel Peninsula


Coromandel Peninsula

Coromandel Peninsula


General Store (closed)

Campen ist auf der Insel nicht erlaubt. Nach einer ausgiebigen Rast drehten wir um und fuhren weiter in Richtung Thames, um uns dort eine Bleibe für die Nacht zu suchen. Im Kauaeranga Valley fanden wir spät abends einen Campingplatz mitten im Wald. Es war so einsam dort, daß es fast ein wenig unheimlich war.


Der Platz ist nicht bewirtet, außer einem Plumpsklo gibt es dort nur einen Briefkasten, in dem man die Übernachtungsgebühr in einem Umschlag hinterlegen muß.


Russell

12.02.2004


Russell ist ein sehr geschichtsträchtiger Ort in Neusseeland. U.a. war Russell die erste Hauptstadt Neuseelands. Dies alles aufzuschreiben, würde den Rahmen dieser Homepage sprengen. Eine gute Zusammenfassung findet man auf dieser Seite (Bis "Some History" scrollen).


Christ Church

Angesehen haben wir uns u.a. die Christ Church, die älteste noch erhaltene Kirche Neuseelands.


Christ Church

Christ Church


Russell

Russell


Russell Police Station

Dies ist das Polizeirevier und gleichzeitig die Wohnung des Polizisten der Stadt.


Waitangi

13.02.2004


Nach einer Nacht auf dem Campingplatz in Russell setzen wir am nächsten Morgen mit der Fähre nach Paihia über.


Bay of Islands

Fähre nach Paihia


Der Ort Paihia selbst ist nicht besonders ansehnlich. Sehr viel interessanter ist Waitangi, etwa 500 Meter entfernt.
Waitangi markiert den geschichtlich wichtigsten Ort des modernen Neuseelands. An dieser Stelle wurde 1840 der sogenannte "Vertrag von Waitangi" geschlossen. Unterzeichnet wurde er von einem Vertreter Queen Victorias, William Hobston, und 50 Häuptlingen der Maori. Gegenstand des Vertrages war der Abtritt der Souveränität des Landes an die Briten, im Gegenzug wurde den Maori angeblich Schutz und Rechte an Ländereien und Ressourcen zugesichert.


Kriegskanu

Auf dem Gelände von Waitangi erhält man einen Einblick in die Kultur der Maori. Das größte Kriegskanu der Welt ist dort ausgestellt, es werden Tänze der Maori aufgeführt, einer Gruppe von Kindern wurde das Rudern des Kanus beigebracht (die Maori-Lehrer waren nicht gerade zimperlich!).


Treaty House

Das Treaty House wurde 1833/34 erbaut. Heute dient es als Museum, in welchem insbesondere der Vertrag von Waitangi erläutert wird. Der Vertrag selbst wurde in einem großen Zelt auf dem Platz vor dem Haus geschlossen.


Flagstaff

Auf dem Gelände befindet sich das zwischen 1934 und 40 erbaute "whare runanga", das Maori Versammlungshaus. Kunstvolle Schnitzereien zieren das Haus, welches als Gemeinschaftswerk aller Maoristämme errichtet wurde.


whare runanga ...

... Maori Versammlungshaus


Blick von Waitangi auf die "Bay of Islands"


Bay of Islands

Bay of Islands


Waipoua Forrest

13.02.2004


Letzte Station dieses Tages war der "Waipoua Forrest" mit seinen riesigen Kauri-Bäumen. Der größte und älteste Baum ist der "Tane Mahuta". Ohne zu ahnen, was uns erwartet, gingen wir den Fußweg zu dem Baum, und fragten uns bei jedem größeren: "ist er das ?". Als wir ihn dann schließlich erblickten, blieben wir wie angewurzelt stehen. Eine Touristin neben uns rief nur: "Oh my goodness". Vor uns stand ein riesiger, wunderschöner Baum, über 50 Meter hoch, wir waren sprachlos.


Tane Mahuta

Tane Mahuta

Tane Mahuta


Leider hat das Weitwinkelobjektiv die Größeverhältnisse auf dem mittlern Bild stark verzerrt. Eva sieht vor dem Baum fast wie ein Riese aus.


Auckland

14. / 15. 02.2004


Auckland ist die größte Stadt Neuseelands, allerdings nicht die Hauptstadt, diese Rolle kommt Wellington ganz im Süden der Nordinsel zu.
Untergekommen sind wir mit unserem Motor Home im "North Shore Holiday Park", nördlich der Harbour Bridge. Mit dem Bus gelangt man von dort bequem ins Stadtzentrum.
Zunächst unternahmen wir einen Stadtbummel, um uns einen Überblick zu verschaffen.


Auckland von der Harbour Bridge

Auckland


Die Aussicht vom Sky Tower, dem imposantesten Bauwerk Aucklands, ist schon genial.


Sky Tower

Auckland


Auckland

Harbour Bridge


Füße über Auckland

In den Boden der Besucherplattform waren Glasscheiben eingelassen, so daß man senkrecht nach unten blicken konnte. Auf Schautafeln wurde versichert, daß dies ganz sicher ist! Ein bisschen mulmig wurde es einem aber schon, direkt über dem Abgrund zu stehen.


Auckland

Auckland

Auckland


Albert Park

Auckland

Ferry Building


Nach dem Sieg des neuseeländischen Seglerteams beim Americas's Cup 1995 wurde das Rennen im Jahre 2000 in Auckland ausgerichtet. Eigens dafür wurde der schäbige Viaduct Harbour umfangreichen Restaurierungen unterzogen. Der Titel wurde damals übrigens von Neuseeland verteidigt.


Viaduct Harbour

Viaduct Harbour


Gegenüber von Downtown liegt der Stadtteil Devonport. Von dort aus haben wir den Sonnenuntergang über Auckland beobachtet.


Downtown von Auckland...

...bei Sonnenuntergang


Sonnenuntergang

Auckland bei Nacht


Auckland bei Nacht


Am Tag vor unserer Abreise aus Neuseeland schauten wir uns noch das Auckland Museum an, welches eine sehr umfangreiche Sammlung von Kunstgegenständen der Maori und der pazifischen Inseln beherbergt. Auf keinen Fall wollen wir behaupten, daß dieses Museum uninteressant sei, unser persönliches Aufnahmevermögen aber war zu diesem Zeitpunkt, nach 4 wunderschönen Wochen in Neuseeland, total erschöpft. So liefen wir mehr oder weniger planlos das Museum ab, ohne uns noch viel wirklich richtig angeschaut zu haben.

Nun ging unser Urlaub in NZ zu Ende, leider.

Nach der problemlosen Abgabe unseres Campers bei KEA wurden wir zum Flughafen gefahren. Naja, ganz zu Ende war der Urlaub noch nicht, denn vor uns lag noch ein Stop-Over auf Südseeinsel Rarotonga.


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